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<title>Germanisierung</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Germanisierung</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Der Begriff <b>Germanisierung</b> bezeichnet die weitere Verbreitung eines <a href="Germanen" title="Germanen">germanischen</a> <a href="Volk" title="Volk">Volkes</a> sowie seiner <a href="Kultur" title="Kultur">Kultur</a> und <a href="Sprache" title="Sprache">Sprache</a>. Das kann gewaltsam oder friedlich geschehen. Gemeint ist auch die damit oft verbundene Überformung oder Verdrängung anderer Kulturen und Sprachen bzw. der entsprechenden Menschen.
</p><p>Im linguistischen Kontext bedeutet <i>Germanisierung</i> von Wörtern eine <a href="Eindeutschung" title="Eindeutschung">Angleichung an die deutsche Sprache</a> (Eindeutschung).
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Variierende_Bedeutung_des_Begriffes">Variierende Bedeutung des Begriffes</h2></div>
<p>Der Begriff <i>Germanisierung</i> wird für die <a href="Antike" title="Antike">Antike</a>, die <a href="V%C3%B6lkerwanderung" title="Völkerwanderung">Völkerwanderungszeit</a> und das <a href="Fr%C3%BChmittelalter" title="Frühmittelalter">Frühmittelalter</a> vor der deutschen Reichsbildung bezogen auf alle germanischen Völker gebraucht. Für Teile des Mittelalters in Mittel- und Osteuropa sowie in der <a href="Neuzeit" title="Neuzeit">Neuzeit</a> wird der Begriff vorwiegend für die entsprechende Ausbreitung des <a href="Deutsche" title="Deutsche">deutschen</a> Volks und seiner Vorläufervölker verwendet.
</p><p>Die genaue Bedeutung dieses Begriffs kann auch in weiterer Hinsicht variieren. So kann Germanisierung die Ausbreitung einer germanischen Kultur ohne erhebliche Migration von Menschen bezeichnen. Germanisierung bezeichnet aber auch die Verdrängung anderer Völker aus ihrem Siedlungsraum oder deren Überformung via Majorisierung durch hinzukommende Bevölkerung mit germanischen Sprachen und Kulturen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Römisches_Reich"><span id="R.C3.B6misches_Reich"></span>Römisches Reich</h3></div>
<p>In Bezug auf die <a href="R%C3%B6mische_Legion" title="Römische Legion">römische Armee</a> wird Germanisierung für das <a href="R%C3%B6mische_Kaiserzeit" title="Römische Kaiserzeit">kaiserzeitliche</a> und vor allem <a href="Sp%C3%A4tantike" title="Spätantike">spätantike</a> <a href="R%C3%B6misches_Reich" title="Römisches Reich">Römische Reich</a> diskutiert. Diese Germanisierung des Heeres führte, vermittelt über die Inhaber der hohen Militärposten, insbesondere des <i><a href="Magister_militum" title="Magister militum">magister militum</a></i>, die sich aus dem Heer rekrutierten, auch zu einer Übernahme mächtiger Positionen in Militär und Politik durch Germanen (siehe auch <a href="Magister_militum#Der_„Militäradel“" title="Magister militum">Magister militum#Der „Militäradel“</a>). Gleichzeitig wurde insbesondere das <a href="Westr%C3%B6misches_Reich" title="Weströmisches Reich">Westreich</a> im Zusammenhang mit der <a href="V%C3%B6lkerwanderung" title="Völkerwanderung">Völkerwanderung</a> auch konkret von germanischen Stämmen nicht nur bedroht, sondern auch besiedelt. Häufig akzeptierten die Römer die germanischen Völker als <a href="Foederaten" title="Foederaten">Foederaten</a> und wiesen ihnen Siedlungsgebiete innerhalb der römischen Reichsgrenzen zu.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Völkerwanderungszeit"><span id="V.C3.B6lkerwanderungszeit"></span>Völkerwanderungszeit</h3></div>
<p>Nach Abzug der römischen Truppen aus Britannien blieb die teilweise romanisierte keltische Bevölkerung schutzlos zurück. Die germanischen Völker der <a href="Angeln_(Volk)" title="Angeln (Volk)">Angeln</a>, <a href="Sachsen_(Volk)" title="Sachsen (Volk)">Sachsen</a> und <a href="J%C3%BCten" title="Jüten">Jüten</a> eroberten daraufhin in einem viele Jahrzehnte dauernden Prozess und extrem blutigen Auseinandersetzungen England. Die Erinnerung an die Abwehrschlachten der Kelten hat sich in der <a href="Artus" title="Artus">Artus</a>­legende erhalten. Teile von Wales, des Cornwalls, und der heute schottischen Gebiete mit ihren <a href="Skoten" title="Skoten">skotischen</a> und <a href="Pikten" title="Pikten">piktischen</a> Einwohnern dagegen widerstanden dem Ansturm. In der Folgezeit kam es in der Wende der Spätantike zum Frühmittelalter zu einer allmählichen Germanisierung der ehemals keltischen Bevölkerung. Die Eroberung Englands 1066 durch die <a href="Romanisierung" title="Romanisierung">romanisierten</a> germanischen <a href="Normannen" title="Normannen">Normannen</a> fügte der Germanisierung Englands eine teilweise Romanisierung hinzu.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mittelalter_und_Neuzeit">Mittelalter und Neuzeit</h3></div>
<p>Von den Historikern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurde der Begriff <i>Germanisierung</i> vorwiegend für die <a href="Deutsche_Ostsiedlung" class="mw-redirect" title="Deutsche Ostsiedlung">Besiedlung</a> <a href="Indigene_V%C3%B6lker" title="Indigene Völker">autochthon</a> slawischer Gebiete wie <a href="Mecklenburg" title="Mecklenburg">Mecklenburg</a>, <a href="Brandenburg" title="Brandenburg">Brandenburg</a>, <a href="Pommern" title="Pommern">Pommern</a>, <a href="Sachsen" title="Sachsen">Sachsen</a>, <a href="Schlesien" title="Schlesien">Schlesien</a>, <a href="Gro%C3%9Fpolen" title="Großpolen">Großpolen</a> und <a href="Westpreu%C3%9Fen" class="mw-redirect" title="Westpreußen">Westpreußen</a>, baltischer Gebiete wie z.&nbsp;B. der <a href="Pruzzen" class="mw-redirect" title="Pruzzen">Pruzzen</a> in <a href="Ostpreu%C3%9Fen" title="Ostpreußen">Ostpreußen</a>, sowie <a href="Magyaren" title="Magyaren">magyarischer</a> und <a href="Rum%C3%A4nien" title="Rumänien">rumänischer</a> Gebiete in <a href="Ungarn" title="Ungarn">Ungarn</a> verwendet. Teilweise ging der Germanisierung die <a href="Christianisierung" title="Christianisierung">Christianisierung</a> voran oder nebenher. Es handelte sich jedoch nicht um eine einseitige „Germanisierung“, weil der hochmittelalterliche Landesausbau in der <a href="Germania_Slavica" title="Germania Slavica">Germania Slavica</a> („<a href="Ostkolonisation" class="mw-redirect" title="Ostkolonisation">Ostkolonisation</a>“) unter Einbeziehung der slawischen Bevölkerung geschah, wobei gemeinsam völlig neue Siedlungsformen gefunden wurden (z.&nbsp;B. <a href="Rundling" title="Rundling">Rundlinge</a> und <a href="Angerdorf" title="Angerdorf">Angerdörfer</a>), die es in dieser Form im Altsiedelland noch nicht gegeben hatte. Jedoch verlief die Einbeziehung der slawischen Bevölkerung nicht durchgehend friedlich, wie die <a href="Heinrich_I._(Ostfrankenreich)#Slawenfeldzüge_928/929" title="Heinrich I. (Ostfrankenreich)">Slawenfeldzüge Heinrichs I.</a>, der <a href="Slawenaufstand_von_983" title="Slawenaufstand von 983">Slawenaufstand von 983</a> oder der <a href="1066#Der_Abodritenaufstand" title="1066">Abodritenaufstand von 1066</a> zeigen.
</p><p>Größtenteils wurden die deutschsprachigen Zuwanderer von den dortigen Landesfürsten, welche aufgrund von Treueiden an das Kaiserreich die Territorien als <a href="Lehen" class="mw-redirect" title="Lehen">Lehen</a> zum Regieren erhalten hatten, ins Land gerufen, um siedlungsarme oder gänzlich siedlungsfreie Flächen zu kolonisieren. Eine Verdrängung der bereits ansässigen Bevölkerung hätte aus Sicht der lokalen Herrscher keinen Sinn ergeben, zumal ihnen an einer möglichst hohen Anzahl von Untertanen gelegen war, die ihre Macht mehrten. Dabei gab es oft an einem Siedlungsplatz deutsche und slawische Ortsteile nebeneinander. Die <a href="Assimilation_(Soziologie)" title="Assimilation (Soziologie)">Assimilierung</a> und sprachliche Germanisierung der <a href="Slawen" title="Slawen">Slawen</a> vollzog sich schleichend über Jahrhunderte und wurde durch <a href="Sorbische_Sprache#Geschichte" title="Sorbische Sprache">gerichtliche Verbote des Sorbischen</a> unterstützt. In der <a href="Lausitz" title="Lausitz">Lausitz</a> konnte sich ein Teil der <a href="Sorben" title="Sorben">Sorben</a> trotz ihrer insulären Lage im deutschen Sprachgebiet der vollständigen Germanisierung entziehen, wenngleich besonders die <a href="Niedersorbische_Sprache" title="Niedersorbische Sprache">niedersorbische Sprache</a> heute als stark gefährdet angesehen werden muss.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Preußen_und_Deutsches_Kaiserreich_im_19._Jahrhundert"><span id="Preu.C3.9Fen_und_Deutsches_Kaiserreich_im_19._Jahrhundert"></span>Preußen und Deutsches Kaiserreich im 19. Jahrhundert</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Germanisierung_der_Polen">Germanisierung der Polen</h4></div>
<p>Nach dem Zusammenbruch der <a href="Napol%C3%A9on_Bonaparte" class="mw-redirect" title="Napoléon Bonaparte">napoleonischen Vorherrschaft</a> und des <a href="Herzogtum_Warschau" title="Herzogtum Warschau">Herzogtums Warschau</a> erhielt Preußen auf dem <a href="Wiener_Kongress" title="Wiener Kongress">Wiener Kongress</a> 1815 den Westteil der 1807 eingebüßten Provinz <a href="S%C3%BCdpreu%C3%9Fen" class="mw-redirect" title="Südpreußen">Südpreußen</a> wieder zurück und formierte ihn zum <i><a href="Gro%C3%9Fherzogtum_Posen" class="mw-redirect" title="Großherzogtum Posen">Großherzogtum Posen</a></i>. Das Großherzogtum war 1815 aus zwei Teilen gebildet worden: aus demjenigen Teil des im Zuge der <a href="Teilungen_Polens#Die_zweite_Teilung_1793" title="Teilungen Polens">zweiten Teilung Polens</a> 1793 von Preußen annektierten und 1807 durch den <a href="Friede_von_Tilsit" title="Friede von Tilsit">Tilsiter Frieden</a> verlorenen Gebiets, den es durch den Wiener Kongress zurück empfangen hatte, und aus demjenigen Teil des <a href="Netzedistrikt" title="Netzedistrikt">Netzedistrikts</a>, der 1807 dem <a href="Herzogtum_Warschau" title="Herzogtum Warschau">Herzogtum Warschau</a> einverleibt worden war und den es ebenfalls zurückerhielt.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Schlussakte des Wiener Kongresses hatte Preußen sich verpflichtet, den polnischen Untertanen <i>die Bewahrung des Volkstums</i> zu sichern und dem Großherzogtum einige wirtschaftliche Vorteile auf Gegenseitigkeit mit dem <a href="Kongresspolen" title="Kongresspolen">Königreich Polen</a> zu gewähren. Das Gebiet um <a href="Trzemeszno_Lubuskie" title="Trzemeszno Lubuskie">Schermeisel</a> wurde hingegen in der <a href="Provinz_Brandenburg" title="Provinz Brandenburg">Provinz Brandenburg</a> eingegliedert. Der Nordwesten des vormaligen Netzedistrikts um <a href="Kreis_Deutsch_Krone" title="Kreis Deutsch Krone">Deutsch Krone</a> und <a href="Kreis_Flatow" title="Kreis Flatow">Flatow</a> verblieb bei der Provinz Westpreußen, in die er 1807 umgegliedert worden war. Das Großherzogtum Posen lag, wie auch das eigentliche „Königreich Preußen“ (die Provinzen <a href="Ostpreu%C3%9Fen" title="Ostpreußen">Ost-</a> und Westpreußen), sowie das Gebiet der ehemaligen <a href="Starostei_Draheim" title="Starostei Draheim">Starostei Draheim</a>, außerhalb der Ostgrenze des <a href="Deutscher_Bund" title="Deutscher Bund">Deutschen Bundes</a>, die im Vergleich mit der Ostgrenze des <a href="Heiliges_R%C3%B6misches_Reich" title="Heiliges Römisches Reich">Heiligen Römischen Reiches</a> <i>(Altes Reich)</i> nur um die <a href="Lande_Lauenburg_und_B%C3%BCtow" title="Lande Lauenburg und Bütow">Lande Lauenburg und Bütow</a> sowie das <a href="Trzemeszno_Lubuskie" title="Trzemeszno Lubuskie">Schermeisel</a>-Gebiet erweitert worden war. Bei Wahlen für die <a href="Kommunale_Selbstverwaltung" title="Kommunale Selbstverwaltung">kommunale Selbstverwaltung</a> der Städte und Gemeinden und den <a href="Provinziallandtag_(Preu%C3%9Fen)" title="Provinziallandtag (Preußen)">Provinziallandtag</a> (poln. <i>Sejm Wielkiego Księstwa Poznańskiego</i>) und zu anderen Provinzorganen gab es hinsichtlich der Sprache der gewählten Vertreter keine gesetzlichen Bestimmungen. Das Großherzogtum Posen war die einzige <a href="Liste_der_Provinzen_Preu%C3%9Fens" title="Liste der Provinzen Preußens">preußische Provinz</a> mit nicht-deutscher Bevölkerungsmehrheit. Der preußische Staat behandelte seine Bewohner zunächst offiziell gleich. Die Polen erfuhren demnach im Vergleich zu den Deutschen keinerlei formelle Einschränkungen, das Polnische wurde zunächst in Schulen und Behörden gebraucht. Auch gegenüber der polnischen Oberschicht, bei der die Erinnerung an den von ihr getragenen polnischen Staat noch lebendig war, zeigte sich die preußische Politik zunächst entgegenkommend. Auch wurde der Adler des untergegangenen polnischen Staates ins Provinzwappen integriert. Am Beispiel des zum <a href="Statthalter" title="Statthalter">Statthalter</a> des Großherzogtums ernannten <a href="Anton_Radziwi%C5%82%C5%82" class="mw-redirect" title="Anton Radziwiłł">Anton Radziwiłł</a> wird deutlich, dass Teile der polnischen Nationalbewegung bereit waren, sich mit dem preußischen Staat zu arrangieren.
</p><p>Nach dem <a href="Novemberaufstand" title="Novemberaufstand">Novemberaufstand</a> in Kongresspolen gegen die Herrschaft des <a href="Russisches_Kaiserreich" title="Russisches Kaiserreich">russischen Zaren</a> 1830 wurde die Sonderstellung des Großherzogtums Posen innerhalb des preußischen Staatswesens jedoch eingeschränkt. Unter dem preußischen Oberpräsidenten <a href="Eduard_von_Flottwell" title="Eduard von Flottwell">Eduard von Flottwell</a> intensivierte sich die systematische Verdrängung der Polen aus öffentlichen Ämtern und der polnischen Sprache aus dem Bildungswesen. 1831 hob Friedrich Wilhelm&nbsp;III. die Posener Statthalterschaft auf. Dieses Vorgehen sollte auch die preußische Freundschaft mit Russland festigen, als die politisch führenden konservativen Kreise Preußens befürchteten, Polen könne zum Ausgangspunkt einer liberalen revolutionären Befreiungsbewegung in Europa werden – was das Ende des Systems der <a href="Heilige_Allianz" title="Heilige Allianz">Heiligen Allianz</a> bedeutet hätte. Im Jahr 1846 wurde ein im Gefolge des <a href="Krakauer_Aufstand" title="Krakauer Aufstand">Krakauer Aufstandes</a> geplanter <a href="Polnischer_Aufstand_im_Gro%C3%9Fherzogtum_Posen_(1846)" title="Polnischer Aufstand im Großherzogtum Posen (1846)">Aufstand polnischer Nationalisten im Großherzogtum Posen</a> aufgedeckt. Gegen die Beteiligten kam es 1847 zum sogenannten <a href="Polenprozess" title="Polenprozess">Polenprozess</a>. Nach dem Beginn der <a href="Deutsche_Revolution_1848/1849" title="Deutsche Revolution 1848/1849">Revolution von 1848</a> kam ein <a href="Polnischer_Aufstand_im_Gro%C3%9Fherzogtum_Posen_(1848)" title="Polnischer Aufstand im Großherzogtum Posen (1848)">Aufstand</a> zum Ausbruch. Dieser wurde bald niedergeschlagen. Die Deutschen in der Provinz richteten sich an den Bundestag, der noch im April vorschlug, deutsche Sprachgebiete der Provinz in den nun zu bildenden <a href="Deutsches_Reich_1848/1849" title="Deutsches Reich 1848/1849">deutschen Staat</a> aufzunehmen. Die <a href="Frankfurter_Nationalversammlung" title="Frankfurter Nationalversammlung">Frankfurter Nationalversammlung</a> versuchte eine Teilung der Provinz; im Rest sollten die Polen sich selbst organisieren. Während der Behandlung dieser <a href="Posen-Frage_1848%E2%80%931851" title="Posen-Frage 1848–1851">Posen-Frage</a> wurde das Gebiet für die Polen allerdings immer kleiner. Im nunmehr <a href="Preu%C3%9Fische_Verfassung_(1848/1850)" title="Preußische Verfassung (1848/1850)">konstitutionellen Preußen</a> wurden die letzten Reste besonderer Vorrechte des Großherzogtums Posen beseitigt und das Gebiet wie jede andere Provinz umbenannt und organisiert.
</p><p>Preußen als Ganzes (und damit die Provinzen Posen und Westpreußen) wurden 1866 ein <a href="Gliedstaat" title="Gliedstaat">Gliedstaat</a> des <a href="Norddeutscher_Bund" title="Norddeutscher Bund">Norddeutschen Bundes</a> und 1871 des <a href="Deutsches_Kaiserreich" title="Deutsches Kaiserreich">Deutschen Kaiserreiches</a>. Die Polen waren nun nicht mehr nur Bürger des in nationaler Hinsicht zumindest nominell neutralen Preußen, sondern eine polnischsprachige Minderheit innerhalb eines sich als deutsch verstehenden Staates und sahen sich bald in mehrerlei Hinsicht gezielter staatlicher Ausgrenzung ausgesetzt. Innerhalb des deutschen Kaiserreichs betrieb das <a href="K%C3%B6nigreich_Preu%C3%9Fen" title="Königreich Preußen">Königreich Preußen</a> gegenüber seinen Bürgern polnischer Herkunft in den östlichen Provinzen Westpreußen und Posen, durch die <a href="Teilungen_Polens" title="Teilungen Polens">Teilungen Polens</a> erworben, eine Politik der Zurückdrängung der polnischen Sprache und Kultur. Im Zuge des <a href="Kulturkampf" title="Kulturkampf">Kulturkampfes</a> schwer wog die <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche_in_Polen#Teilungen_Polens" title="Römisch-katholische Kirche in Polen">Diskriminierung des Katholizismus</a>, dem die meisten Polen angehörten (während die Deutschen in der Provinzen Posen und Westpreußen überwiegend evangelisch waren). Der polnische Schulunterricht wurde systematisch zurückgedrängt. 1873 wurde in der <a href="Provinz_Posen" title="Provinz Posen">Provinz Posen</a> und in <a href="Westpreu%C3%9Fen" class="mw-redirect" title="Westpreußen">Westpreußen</a> Deutsch als alleinige Unterrichtssprache in Volksschulen eingeführt, die Zehntausende von Schülern nicht verstanden. Ausnahme blieben die Fächer Religion und der Kirchengesang. <a href="Mieczys%C5%82aw_Halka_Led%C3%B3chowski" title="Mieczysław Halka Ledóchowski">Mieczysław Halka Ledóchowski</a>, seit 1866 Erzbischof von Gnesen und Posen und <a href="Primas_Poloniae" title="Primas Poloniae">Primas von Polen</a>, wurde zu zwei Jahren Haft wegen Verstoß gegen den <a href="Kanzelparagraph" title="Kanzelparagraph">Kanzelparagraphen</a> verurteilt und im Februar 1874 in <a href="Ostr%C3%B3w_Wielkopolski" title="Ostrów Wielkopolski">Ostrowo</a> inhaftiert. <a href="Pius_IX." title="Pius IX.">Pius&nbsp;IX.</a> ernannte ihn im März 1875 zum Kardinal. Ledóchowski wurde daraufhin freigelassen und verbannt; er ging nach Rom ins Exil. 1876 und 1877 wurde in Behörden und an den Gerichten statt der vorherigen Zweisprachigkeit nur noch das Deutsche erlaubt. Einen Umschwung gab es auch hinsichtlich des Kräfteverhältnisses zwischen den Sprachgruppen. Etwa 35.000 Polen (Bürger <a href="Russisches_Kaiserreich" title="Russisches Kaiserreich">Russlands</a> und von <a href="%C3%96sterreich-Ungarn" title="Österreich-Ungarn">Österreich-Ungarn</a>) wurden ab 1885 bei den vor allem antipolnisch motivierten <a href="Polenausweisungen" title="Polenausweisungen">Polenausweisungen</a> aus dem Königreich Preußen <a href="Ausweisung" title="Ausweisung">ausgewiesen</a>, von denen etwa 10.000 polnische und russische <a href="Juden" title="Juden">Juden</a> waren. War der Anteil der Deutschen bis 1890 durch Polenausweisungen sowie durch <a href="Assimilation_(Soziologie)" title="Assimilation (Soziologie)">Assimilation</a> vor allem der meisten der ursprünglich nicht wenigen polnischen Protestanten von unter 30&nbsp;% auf fast 38&nbsp;% angewachsen, wurde diese Entwicklung nun rückläufig. Gründe waren zum einen die höhere Geburtenrate der Polen, zum anderen <a href="Binnenmigration" class="mw-redirect" title="Binnenmigration">migrierten</a> mehr Deutsche in die Industriegebiete des Reiches (damals <a href="Ostflucht" title="Ostflucht">Ostflucht</a> genannt).<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Maßnahmen zur Erhöhung ihres Anteils, besonders die Gründung der <a href="Preu%C3%9Fische_Ansiedlungskommission" title="Preußische Ansiedlungskommission">Preußischen Ansiedlungskommission</a>, die Land von Polen kaufen sollte und nur auswärtigen Deutschen zum Kauf zwecks Ansiedlung anbot, konnten diese Entwicklungen kaum ausgleichen, sondern verschärften den nationalpolitischen Konflikt und trieben die lange Zeit politisch passive polnische Landbevölkerung der polnischen Nationalbewegung zu; sie sehnten die Errichtung eines unabhängigen Polen unter Einschluss Posens und Westpreußens herbei. Im Gegensatz zu den Dänen stellten die Polen eine größere, geschlossene Gruppe dar, waren zahlenmäßig stärker und wussten sich wirtschaftlich zu organisieren. Die Provinzen Posen und Westpreußens wurden zu einem Schauplatz der Auseinandersetzung zwischen der <a href="Geschichte_Polens#„Organische_Arbeit“_und_polnische_Nationalbewegung_1864–1914" title="Geschichte Polens">polnischen Nationalbewegung</a> und den preußischen Behörden. Je mehr Maßnahmen der Staat ergriff, desto stärker wurden die polnischen Verteidigungsbemühungen. Obwohl die Unzufriedenheit der Polen anfangs sich vor allem gegen die deutschen Behörden statt Mitbewohner richtete, während das alltägliche Zusammenleben der Sprachgruppen friedlich war, dieses änderte sich nach der Gründung des <a href="Deutscher_Ostmarkenverein" title="Deutscher Ostmarkenverein">Deutschen Ostmarkenvereins</a>. Die preußische Staat versuchte, die polnische Sprache endgültig aus Schule,<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Katechese" title="Katechese">Sonntagskatechese</a> und Verwaltung zu verdrängen, was im <a href="Wreschener_Schulstreik" title="Wreschener Schulstreik">Wreschener Schulstreik</a> 1901 seinen symbolischen –&nbsp;und später romantisierten&nbsp;– Höhepunkt fand. Die Weigerung polnischer Kinder von <a href="Wrze%C5%9Bnia" title="Września">Wreschen</a> –&nbsp;trotz mehrstündiger körperlicher Züchtigung durch die Lehrer&nbsp;– in deutscher Sprache zu antworten, führte zur Verurteilung von 25 Personen zu Haftstrafen von insgesamt über 17 Jahren. Dies löste eine Welle von Solidaritätsprotesten aus, die bis 1904 ca. 75.000 Kinder in 800 Schulen der Provinz Posen umschlossen. Parallel dazu sollten die polnischen Grundbesitzer vertrieben werden, teils mit gezieltem Landaufkauf, teils mit Repressalien (Hausbauverbot). Nachdem das „Gesetz, betr. die Gründung neuer Ansiedlungen“ in 1904 <a href="Novelle_(Recht)" title="Novelle (Recht)">novelliert</a> wurde,<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die preußischen Behörden wurden ermächtigt, das <a href="Bauvorhaben" class="mw-redirect" title="Bauvorhaben">Bauvorhaben</a> zu verhindern, um die weitere Ansiedlung von ortsfremden Polen in den preußischen Provinzen Posen und Westpreußen zu verhindern.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Bauer <a href="Micha%C5%82_Drzyma%C5%82a" title="Michał Drzymała">Michał Drzymała</a> bewohnte deshalb alte Nebengebäude, aber die Behörden verboten ihm dort eine Feuerstätte zu betreiben.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Daraufhin kaufte Drzymała einen ausrangierten, heizbaren <a href="Zirkuswagen" class="mw-redirect" title="Zirkuswagen">Zirkuswagen</a> und ließ sich dort mit seiner Familie nieder. Um die Bauvorschriften zu umgehen, verschob er den Wagen regelmäßig geringfügig innerhalb des Grundstückes. Das brachte ihm ein großes Aufsehen im damals <a href="Teilungen_Polens" title="Teilungen Polens">dreigeteilten Polen</a> ein. Bald wurde ein durch Spenden finanzierter neuer Wohnwagen gekauft. Nach einigen Jahren ständiger Rechtsstreitigkeiten musste Drzymała jedoch kapitulieren und das Grundstück 1909 wieder verkaufen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Höhepunkt wurde 1908 das Reichsvereinsgesetz erlassen, das fremdsprachige Versammlungen nur noch an Orten mit mehr als 60&nbsp;% fremdsprachiger Bevölkerung erlaubte. Das sollte vor allem das polnische Vereinswesen treffen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Germanisierung_der_Niederländer"><span id="Germanisierung_der_Niederl.C3.A4nder"></span>Germanisierung der Niederländer</h4></div>
<p>Die niederländische Sprache am <a href="Niederrhein_(Fluss)" class="mw-redirect" title="Niederrhein (Fluss)">Niederrhein</a> wurde vom preußischen Staat ebenfalls bekämpft. Die relative Toleranz in Sprachfragen, die Preußen noch im 18. Jahrhundert gegenüber der Verwendung des Niederländischen in seinen niederrheinischen Provinzen hatte walten lassen, wich im 19. Jahrhundert einer rigiden aktiven Sprachpolitik, deren Ziel die vollständige Verdrängung des Niederländischen und die Etablierung des Deutschen als alleiniger Standard- und Schriftsprache war.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So wurde 1827 in <a href="Kleve" title="Kleve">Kleve</a> und <a href="Obergeldern" title="Obergeldern">Preußisch-Geldern</a> der Gebrauch der <a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">niederländischen Sprache</a> in Elementarschule und Kirche verboten.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit dem Verlust der letzten öffentlichen Domänen ist das Niederländische auch aus der privaten Schriftlichkeit (Anschreibebücher, Tagebücher, Briefe) weitestgehend verschwunden.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dennoch wurde im Klevischen bis in die letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts hinein in den Kirchen niederländisch heimlich gesprochen und gelehrt, so dass es um 1900 noch 80.361 niederländischsprachige Einwohner des deutschen Kaiserreiches gab.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Germanisierung_der_Dänen"><span id="Germanisierung_der_D.C3.A4nen"></span>Germanisierung der Dänen</h4></div>
<p>Im gleichen Zeitraum wurde auch gegenüber den <a href="D%C3%A4nen" title="Dänen">Dänen</a> in dem seit dem <a href="Deutsch-D%C3%A4nischer_Krieg" title="Deutsch-Dänischer Krieg">Deutsch-Dänischen Krieg</a> 1864 deutschen <a href="Herzogtum_Schleswig" title="Herzogtum Schleswig">Schleswig</a> (auch <a href="S%C3%B8nderjylland" title="Sønderjylland">Süderjütland</a>) eine repressive Sprachenpolitik ausgeübt. In <a href="Nordschleswig" title="Nordschleswig">Nordschleswig</a> wurden die Schulen 1878 zur Hälfte deutschsprachig, und 1888 wurde Deutsch schließlich einzige Schulsprache, mit Ausnahme von vier Wochenstunden Religion. Im gleichen Jahr schlossen die Behörden die letzte dänische Privatschule.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zeit_des_Nationalsozialismus">Zeit des Nationalsozialismus</h3></div>
<p>Im Zuge der <a href="Volkstumspolitik" title="Volkstumspolitik">Volkstumspolitik</a>, ein sogenanntes <a href="Gro%C3%9Fdeutsches_Reich" class="mw-redirect" title="Großdeutsches Reich">Großdeutsches Reich</a> zu schaffen, gingen die <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialisten</a> insbesondere in den besetzten <a href="Ostgebiet" class="mw-redirect" title="Ostgebiet">Ostgebieten</a> gegen Menschen und Institutionen nichtdeutscher <a href="Nationalit%C3%A4t" title="Nationalität">Nationalitäten</a> und <a href="Kultur" title="Kultur">Kulturen</a> vor und versuchten, sie zu <a href="Assimilationspolitik" title="Assimilationspolitik">assimilieren</a>, zu <a href="Vertreibung" title="Vertreibung">vertreiben</a> oder auszurotten – auch durch <a href="V%C3%B6lkermord" title="Völkermord">Völkermord</a>. Hauptziel war es, die angestammten Sitten und Sprachen nichtdeutscher Minderheiten zu vernichten (sogenannte <i><a href="Entnationalisierung" class="mw-redirect" title="Entnationalisierung">Entnationalisierung</a></i><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) und ein kulturell, <a href="Sprache" title="Sprache">sprachlich</a> und „<a href="Rassentheorie#20._Jahrhundert" title="Rassentheorie">rassisch</a>“ einheitliches deutsches Siedlungsgebiet zu schaffen.
</p><p>Dieses Ziel wurde mit unterschiedlichen Maßnahmen verfolgt,&nbsp;:
</p>
<ul><li><span id="Ortsumbenennung"></span>Ortsumbenennungen. Die <i><a href="Verdeutschung" title="Verdeutschung">Verdeutschung</a> fremdländischer Ortsnamen</i> stand im <a href="Deutsches_Reich_1933_bis_1945" class="mw-redirect" title="Deutsches Reich 1933 bis 1945">nationalsozialistischen Deutschland</a> unter der Federführung des <a href="Reichsministerium_f%C3%BCr_Wissenschaft%2C_Erziehung_und_Volksbildung" title="Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung">Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung</a>. Davon betroffen waren zunächst vor allem slawische Ortsnamen wie in <a href="Schlesien" title="Schlesien">Schlesien</a>, <a href="Ostpreu%C3%9Fen" title="Ostpreußen">Ost-</a> und <a href="Westpreu%C3%9Fen" class="mw-redirect" title="Westpreußen">Westpreußen</a> und der <a href="Lausitz" title="Lausitz">Lausitz</a> oder französische im Saarland (<a href="Saarlouis" title="Saarlouis">Saarlouis</a> in <i>Saarlautern</i>). Die von den Regierungspräsidien für die Umbenennung vorgeschlagenen Ortschaften erhielten von einer Expertenkommission bestehend aus <a href="Sprachwissenschaft" title="Sprachwissenschaft">Sprachwissenschaftlern</a>, <a href="Lektor_(Universit%C3%A4t)" title="Lektor (Universität)">Lektoren</a> und <a href="Archivar" title="Archivar">Archivaren</a> ihren neuen germanisierten Namen. In Schlesien geschah dies bereits ab 1934 und in Ostpreußen, wo von dieser Maßnahme in manchen Landkreisen bis zu 70&nbsp;% der Dörfer betroffen waren, zwischen August 1937 und Juli 1938. In den später besetzten Gebieten wie beispielsweise im <a href="Wartheland" title="Wartheland">Wartheland</a> (<a href="%C5%81%C3%B3d%C5%BA" title="Łódź">Łódź</a> in <i>Litzmannstadt</i>) entschieden in der Regel untere Dienststellen über die neuen Namen. Nach dem <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> wurden in den nun zu Polen und der Sowjetunion (<a href="Oblast_Kaliningrad" title="Oblast Kaliningrad">Oblast Kaliningrad</a>) gehörenden Gebieten die Umbenennungen der slawischen Ortsnamen revidiert und nach und nach auch die ursprünglich deutschen Namen vollständig den Landessprachen angepasst. In der <a href="Sowjetische_Besatzungszone" title="Sowjetische Besatzungszone">Sowjetischen Besatzungszone</a> bzw. in der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</a> blieb insbesondere in <a href="Brandenburg" title="Brandenburg">Brandenburg</a> ein größerer Teil der germanisierten Ortsnamen erhalten, während in <a href="Sachsen" title="Sachsen">Sachsen</a> die meisten umbenannten Orte ihre ursprünglichen Namen zwischen 1945 und 1947 zurückerhielten.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Verbot anderer Sprachen als der deutschen in <a href="Publikation" title="Publikation">Publikationen</a>, in <a href="Presse_(Medien)" title="Presse (Medien)">Presseerzeugnissen</a>, <a href="Schule" title="Schule">Schulen</a> und teilweise auch in <a href="Kirchengeb%C3%A4ude" class="mw-redirect" title="Kirchengebäude">Kirchen</a>.</li>
<li>Besonders in <a href="Deutsche_Besetzung_Polens_1939%E2%80%931945" title="Deutsche Besetzung Polens 1939–1945">Polen</a> wurden höhere Bildungseinrichtungen geschlossen und die polnischsprachige Bildungselite verfolgt und teilweise – etwa in <a href="Konzentrationslager" title="Konzentrationslager">Konzentrationslagern</a> – ermordet. Besonders bekannt wurde auch die Verhaftung, Internierung und teilweise Ermordung der <a href="Professor" title="Professor">Professoren</a> der <a href="Universit%C3%A4t_Krakau" class="mw-redirect" title="Universität Krakau">Universität Krakau</a> in der ‚<a href="Sonderaktion_Krakau" title="Sonderaktion Krakau">Sonderaktion Krakau</a>‘. Weiterhin wurden Schulen und Universitäten auch in den besetzten Gebieten der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a> (<a href="Reichskommissariat_Ostland" title="Reichskommissariat Ostland">Reichskommissariat Ostland</a>, <a href="Reichskommissariat_Ukraine" title="Reichskommissariat Ukraine">Reichskommissariat Ukraine</a>) geschlossen. In der <a href="Lausitz" title="Lausitz">Lausitz</a> wurden v.&nbsp;a. <a href="Sorben" title="Sorben">sorbische</a> Lehrer und Pfarrer, die als Multiplikatoren <a href="Sorbische_Sprache" title="Sorbische Sprache">sorbischer Sprache</a> und Identität galten, in deutschsprachige Gegenden versetzt und durch Deutsche ersetzt; die Tätigkeit sorbischer Organisationen und die Herausgabe sorbischsprachiger Veröffentlichungen wurden schrittweise verboten.</li>
<li>Polen, die sich am Erhalt der polnischen Kultur beteiligten, wurden in <a href="Vernichtungslager" title="Vernichtungslager">Vernichtungslager</a> <a href="Deportation" title="Deportation">deportiert</a>. In den besetzten Gebieten der Sowjetunion geschah Ähnliches.</li>
<li>Polnische, russische, belarussische und ukrainische Kinder wurden ihren Familien entrissen und gezielt in deutsche Familien gegeben, um sie kulturell zu Deutschen zu machen (siehe auch: <a href="Hauptamt_Volksdeutsche_Mittelstelle" class="mw-redirect" title="Hauptamt Volksdeutsche Mittelstelle">Hauptamt Volksdeutsche Mittelstelle</a> und <a href="Lebensborn" title="Lebensborn">Lebensborn</a>).<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Nach der <a href="Rassenideologie" class="mw-redirect" title="Rassenideologie">Rassenideologie</a> sollten im Rahmen der Gewinnung von „<a href="Lebensraum_im_Osten" title="Lebensraum im Osten">Lebensraum im Osten</a>“ die meisten <a href="Polen_(Volk)" class="mw-redirect" title="Polen (Volk)">Polen</a>, <a href="Russen" title="Russen">Russen</a>, <a href="Belarussen" title="Belarussen">Belarussen</a> und <a href="Ukrainer" title="Ukrainer">Ukrainer</a> umgesiedelt werden, z.&nbsp;T. als Landarbeiter in die eroberten Ostprovinzen, z.&nbsp;T. nach hinter dem Ural, während eine Minderheit der Westslawen und Balten, die nach dem <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">nationalsozialistischen</a> Verständnis als rassisch wertvoll bezeichnet wurden, „germanisiert“ werden sollte. Dazu erhielten sie eingedeutschte Vor- und Nachnamen und erlangten durch Eintragung in die <a href="Deutsche_Volksliste" title="Deutsche Volksliste">Deutsche Volksliste</a> die <a href="Deutsche_Staatsangeh%C3%B6rigkeit" title="Deutsche Staatsangehörigkeit">deutsche Staatsangehörigkeit</a>.</li></ul>
<p>In <i><a href="Mein_Kampf" title="Mein Kampf">Mein Kampf</a></i> machte <a href="Adolf_Hitler" title="Adolf Hitler">Adolf Hitler</a> deutlich:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Da das <a href="Volkstum" title="Volkstum">Volkstum</a>, besser die <a href="Rassentheorie" title="Rassentheorie">Rasse</a>, eben nicht in der <a href="Sprache" title="Sprache">Sprache</a> liegt, sondern im Blute, würde man von einer Germanisation erst dann sprechen dürfen, wenn es gelänge, durch einen solchen Prozeß das Blut der Unterlegenen umzuwandeln. Das aber ist unmöglich.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Aus diesem Grund zielte die nationalsozialistische Politik nicht nur auf die sprachliche <i>Germanisierung</i>, sondern auch auf die Verdrängung nichtdeutscher Völker (Polen, Russen etc.) bzw. auf deren „Eindeutschung“ bzw. „Aufnordung“ (siehe auch: <a href="Generalplan_Ost" title="Generalplan Ost">Generalplan Ost</a>, <a href="Hungerplan" title="Hungerplan">Hungerplan</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Europ%C3%A4ische_Expansion" title="Europäische Expansion">Europäische Expansion</a></li>
<li><a href="Slowinzen" title="Slowinzen">Slowinzen</a></li>
<li><a href="Sprache_des_Nationalsozialismus" title="Sprache des Nationalsozialismus">Sprache des Nationalsozialismus</a></li>
<li><a href="Kulturkampf" title="Kulturkampf">Kulturkampf</a></li>
<li><a href="Panslawismus" title="Panslawismus">Panslawismus</a></li>
<li><a href="Polonisierung" title="Polonisierung">Polonisierung</a></li>
<li><a href="Russifizierung" title="Russifizierung">Russifizierung</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Deutscher Bundestag - Wissenschaftliche Dienste - FB WD 1 Geschichte, Zeitgeschichte und Politik (Hg.): <i>Staatliche Maßnahmen gegenüber der polnischen Minderheit und den Bevölkerungen in den überseeischen Gebieten des Deutschen Reichs 1871 bis 1918 - Dokumentation</i>. Aktenzeichen WD 1 - 3000 - 040/18, 19. Dezember 2018. Zur <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bundestag.de/resource/blob/594340/1e751eb9b02b5b4ba65a928ce997dbee/WD-1-040-18-pdf-data.pdf">Onlineversion</a></li>
<li>Daniel Benedikt Stienen: <i>Die Königliche Ansiedlungskommission für Westpreussen und Posen (1886–1924). Organisation – Handlungsfelder – Forschungsdiskussion</i>. In: Bulletin der Polnischen Historischen Mission (ISSN 2391-792X) Nr. 18/2023, S. 195–268. Zur <a rel="nofollow" class="external text" href="https://apcz.umk.pl/BPMH/article/view/43139/36741">Onlineversion</a></li>
<li>Stichwort <i>eindeutschen, Eindeutschung.</i> In: Cornelia Schmitz-Berning: <i>Vokabular des Nationalsozialismus.</i> De Gruyter, Berlin 1998, S. 165f.</li>
<li>K. Schäferdiek: <i>Germanisierung des Christentums?</i> In: <i>Der Evangelische Erzieher.</i> Band 48, S. 333–342.</li>
<li>Gottfried Maron: <i>Luther und die „Germanisierung des Christentums“. Notizen zu einer fast vergessenen These.</i> In: <a href="Zeitschrift_f%C3%BCr_Kirchengeschichte" title="Zeitschrift für Kirchengeschichte">ZKG</a> 94, 1983, S. 313.</li>
<li>Wilhelm Wichard Waldemar von Sommerfeld: <i>Geschichte der Germanisierung des Herzogtums Pommern oder Slavien bis zum Ablauf des 13. Jahrhunderts</i>. Duncker &amp; Humblot, Leipzig 1896 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=v4qHOzPwQAAC&amp;pg=PP5">eingeschränkte Vorschau</a>)</li>
<li>Theodor Pisling: <i>Germanisirung oder Czechisirung? – Ein Beitrag zur Nationalitätenfrage in Böhmen</i>. Winter, Heidelberg 1861 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=KJ4JAAAAIAAJ&amp;printsec=frontcover">Online</a>)</li>
<li>Anonym: <i>Das Konkordat und die K. K. Germanisierung in Ungarn – Zwei Briefe aus und über Ungarn</i>. Hamburg 1860 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=Ta9RAAAAcAAJ&amp;printsec=frontcover">Online</a>).</li>
<li><a href="Detlef_Brandes" title="Detlef Brandes">Detlef Brandes</a>: <i>„Umvolkung, Umsiedlung, rassische Bestandsaufnahme“: NS-„Volkstumspolitik“ in den böhmischen Ländern</i>. Oldenbourg, München 2012, ISBN 978-3-486-71242-1.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Film">Film</h2></div>
<ul><li>Blutiger Boden, deutscher Raum. Die Siedlungspläne der SS, Dokumentarfilm, 52 min, ORF/3sat/Hengster Filmproduktion 2024, Buch und Regie: Andreas Kurz.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Germanisierung" class="extiw external" title="wikt:Germanisierung">Wiktionary: Germanisierung</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Johann_Gottfried_Hoffmann" title="Johann Gottfried Hoffmann">Johann Gottfried Hoffmann</a>: <i>Die Bevölkerung des preussischen Staates nach den Ergebnissen der zu Ende des Jahres 1837 amtlich aufgenommenen Nachrichten</i>. Berlin 1839, S. 2 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=YVJVPhFx-ZYC&amp;pg=PA2">books.google.de</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Egbert_Wei%C3%9F" title="Egbert Weiß">Egbert Weiß</a>: <i>Aktiv in der Monarchie. Leipziger Corpsstudenten 1807–1918. Lebensläufe der Leipziger Lausitzer</i>. Festschrift zum 210. Stiftungsfest des <a href="Corps_Lusatia_Leipzig" title="Corps Lusatia Leipzig">Corps Lusatia Leipzig</a> 2017, lektoriert von Hans Lipp, Helmut Weiß und Christoph Zeumer. Verlagsdruckerei Schmidt, Neustadt an der Aisch 2017, ISBN 978-3-96049-017-3, S. 112.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Eliza Stehr: <cite style="font-style:italic">Das höhere Schulwesen in der Provinz Posen im Kontext preußischer Bildungspolitik und Germanisierungsbestrebungen von 1871 bis 1914</cite>. Universitäts- und Landesbibliothek Bonn, Bonn 2023.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Germanisierung&amp;rft.au=Eliza+Stehr&amp;rft.btitle=Das+h%C3%B6here+Schulwesen+in+der+Provinz+Posen+im+Kontext+preu%C3%9Fischer+Bildungspolitik+und+Germanisierungsbestrebungen+von+1871+bis+1914&amp;rft.date=2023&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=Bonn&amp;rft.pub=Universit%C3%A4ts-+und+Landesbibliothek+Bonn" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Gesetz, betr. die Gründung neuer Ansiedlungen in den Provinzen Ostpreußen, Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien, Sachsen und Westfalen. Vom 10. August 1904 (GS S. 227), <a rel="nofollow" class="external text" href="https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/PPN663759420/145/LOG_0032">digitalesammlungen.uni-weimar.de</a> abgerufen am 23. Januar 2021.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">„...Insgesamt steigt der polnische Bevölkerungsanteil in der Provinz Posen sogar leicht an auf fast 60 Prozent. Die Siedlungspolitik der preußischen Regierung ist gescheitert. Im Frühsommer 1904 versucht sie nun per Gesetzesnovelle der Bautätigkeit ihrer polnischsprachigen Bürger einen Riegel vorzuschieben...er hat das gekauft, aber selbstverständlich er hat keine Genehmigung bekommen, um ein Haus zu bauen...“ <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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/* start https://de.wikipedia.org/ */


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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=https%3A%2F%2Fwww.deutschlandradio.de%2Farchiv%2Fdlr%2Fsendungen%2Fmerkmal%2F257220%2Findex.html">Originals</a></span> vom 30. Januar 2021 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/https://www.deutschlandradio.de/archiv/dlr/sendungen/merkmal/257220/index.html">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutschlandradio.de/archiv/dlr/sendungen/merkmal/257220/index.html">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschlandradio.de</span> <a href="DeutschlandRadio" class="mw-redirect" title="DeutschlandRadio">DeutschlandRadio</a> Berlin 2004; abgerufen am 23. Januar 2021.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">„... Darum er wohnt jetzt in Schweinestall oder in einer Scheune. Und hier ausbrach eine Kampf mit den Behörden um eine kleine Ofen, weil er möchte heizen und kochen...“ <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20210130213650/https://www.deutschlandradio.de/archiv/dlr/sendungen/merkmal/257220/index.html"><i>Mit List und Gesetz</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=https%3A%2F%2Fwww.deutschlandradio.de%2Farchiv%2Fdlr%2Fsendungen%2Fmerkmal%2F257220%2Findex.html">Originals</a></span> vom 30. Januar 2021 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/https://www.deutschlandradio.de/archiv/dlr/sendungen/merkmal/257220/index.html">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutschlandradio.de/archiv/dlr/sendungen/merkmal/257220/index.html">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschlandradio.de</span> <a href="DeutschlandRadio" class="mw-redirect" title="DeutschlandRadio">DeutschlandRadio</a> Berlin, 2004; abgerufen am 15. Dezember 2018.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Drzymała erhebt gegen das Verbot Einspruch beim Regierungspräsidenten in Posen und klagt schließlich vor dem Königlich-Preußischen Oberverwaltungsgericht in Berlin. Das entscheidet im Mai 1909 letztinstanzlich … gibt Michał Drzymała Recht, indem es über den Wagen befindet: ‚Er ist ein Transportmittel, aber kein Bauwerk im Sinne der Bauordnung...‘ Andererseits wendet es die Ansiedlungsnovelle von 1904, in der nur von Wohnhäusern die Rede ist, auf Drzymałas Wagen an, in dem es sie interpretiert: ‚Damit hat nicht jede andere Art wohnlicher Besiedelung freigegeben werden sollen, vielmehr bedarf es nach der Absicht des Gesetzes der darin vorgeschriebenen Genehmigung auch da, wo eine ...Wohnstätte ...in anderer Weise als durch bauliche Anlagen beschafft wird.‘ Drzymała darf sich endgültig nicht auf seinem Grundstück niederlassen. Weder in der Scheune noch in seinem Wohnwagen. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20071012141443/http://www.dradio.de/dlr/sendungen/merkmal/257220/"><i>Mit List und Gesetz</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.dradio.de%2Fdlr%2Fsendungen%2Fmerkmal%2F257220%2F">Originals</a></span> vom 12. Oktober 2007 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.dradio.de/dlr/sendungen/merkmal/257220/">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dradio.de/dlr/sendungen/merkmal/257220/">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.dradio.de</span> <a href="DeutschlandRadio" class="mw-redirect" title="DeutschlandRadio">DeutschlandRadio</a> Berlin 2004; abgerufen am 15. Dezember 2018.</span>
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<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Wilhelm Böttger: <i>Land zwischen Rhein und Maas: der Linke Niederrhein</i>. In: <i>Monographien deutscher Wirtschaftsgebiete.</i> Nr. 7, 1958, S. 22.</span>
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<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Georg Cornelissen: <i>Das Niederländische im preußischen Gelderland und seine Ablösung durch das Deutsche</i>, Rohrscheid, 1986, S. 93.</span>
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<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Gesellschaft für Deutsche Sprache. In: Der Sprachdienst, Nr. 18: Die Gesellschaft, 1974, S. 132.</span>
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<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Michael Rademacher: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://eirenicon.com/rademacher/www.verwaltungsgeschichte.de/fremdsprachen.html"><i>Fremdsprachige Minderheiten im Deutschen Reich.</i></a> Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: <i>eirenicon.com.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 3.&nbsp;Januar 2020</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AGermanisierung&amp;rft.title=Fremdsprachige+Minderheiten+im+Deutschen+Reich&amp;rft.description=Fremdsprachige+Minderheiten+im+Deutschen+Reich&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Feirenicon.com%2Frademacher%2Fwww.verwaltungsgeschichte.de%2Ffremdsprachen.html&amp;rft.creator=Michael+Rademacher">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20130715082822/http://www.geschichte-s-h.de/vonabisz/nordschleswig.htm">Gesellschaft für Geschichte Schleswig-Holsteins</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 15. Juli 2013 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
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<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">entnationalisieren</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Wiktionary</cite>. 14.&nbsp;September 2023 (<a class="external text" href="https://de.wiktionary.org/w/index.php?title=entnationalisieren&amp;oldid=9876765">wiktionary.org</a> [abgerufen am 14.&nbsp;September 2023]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Germanisierung&amp;rft.atitle=entnationalisieren&amp;rft.btitle=Wiktionary&amp;rft.date=2023-09-14&amp;rft.genre=book" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.hsozkult.de/event/id/event-62397"><i>„Machen Sie mir dieses Land wieder deutsch“. Nationalsozialistische Germanisierungspolitik und ihre Folgen. Das Beispiel Slowenien | H-Soz-Kult. Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften | Geschichte im Netz | History in the web.</i></a> 14.&nbsp;September 2023,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 14.&nbsp;September 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AGermanisierung&amp;rft.title=%E2%80%9EMachen+Sie+mir+dieses+Land+wieder+deutsch%E2%80%9C.+Nationalsozialistische+Germanisierungspolitik+und+ihre+Folgen.+Das+Beispiel+Slowenien+%7C+H-Soz-Kult.+Kommunikation+und+Fachinformation+f%C3%BCr+die+Geschichtswissenschaften+%7C+Geschichte+im+Netz+%7C+History+in+the+web&amp;rft.description=%E2%80%9EMachen+Sie+mir+dieses+Land+wieder+deutsch%E2%80%9C.+Nationalsozialistische+Germanisierungspolitik+und+ihre+Folgen.+Das+Beispiel+Slowenien+%7C+H-Soz-Kult.+Kommunikation+und+Fachinformation+f%C3%BCr+die+Geschichtswissenschaften+%7C+Geschichte+im+Netz+%7C+History+in+the+web&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.hsozkult.de%2Fevent%2Fid%2Fevent-62397&amp;rft.date=2023-09-14&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Dietmar Brenner: <cite style="font-style:italic">Slowenien 1941 – 1945. Soll dieser Abschnitt der Geschichte neu geschrieben werden? Kapitel: Die Entnationalisierung (Diplomarbeit)</cite>. Hrsg.: Universität Wien. Wien 2008, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>19&nbsp;bis&nbsp;23</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://services.phaidra.univie.ac.at/api/object/o:1252696/get">univie.ac.at</a> [abgerufen am 14.&nbsp;September 2023]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Germanisierung&amp;rft.au=Dietmar+Brenner&amp;rft.btitle=Slowenien+1941+-+1945.+Soll+dieser+Abschnitt+der+Geschichte+neu+geschrieben+werden%3F+Kapitel%3A+Die+Entnationalisierung+%28Diplomarbeit%29&amp;rft.date=2008&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=19+bis+23&amp;rft.place=Wien" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. für die durchgeführten Maßnahmen in Ostpreußen Andreas Kossert: <cite style="font-style:italic">Grenzlandpolitik und Ostforschung an der Peripherie des Reiches</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Vierteljahrshefte_f%C3%BCr_Zeitgeschichte" title="Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte">Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte</a></cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>51</span>, 2003, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>117–146,&nbsp;hier&nbsp;138<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>ff</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Germanisierung&amp;rft.atitle=Grenzlandpolitik+und+Ostforschung+an+der+Peripherie+des+Reiches&amp;rft.au=Andreas+Kossert&amp;rft.date=2003&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issue=51&amp;rft.jtitle=Vierteljahrshefte+f%C3%BCr+Zeitgeschichte&amp;rft.pages=117-146%2C+hier+138+ff" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110809023435/http://www.dac.neu.edu/holocaust/Hitlers_Plans.htm"><i>Hitler's Plans for Eastern Europe.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 9. August 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) In: <i>dac.neu.edu</i>, Northeastern University, Holocaust Awareness Committee (englisch, Selections from Janusz Gumkowkski and Kazimierz Leszczynski Poland under Nazi Occupation)</span>
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